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ATP-Tour

Andy Murray - „Ich will, dass meine Tochter stolz auf mich ist”

Der Australien-Open-Finalist spricht über sein neues Leben als Vater, Angstgegner Djokovic sowie mögliche weitere Grand-Slam-Titel.

Andy Murray - ATP-Tour
BILD: Andy Murray - ATP-Tour
AUTOR: (c) GEPA pictures
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Während der Australien Open blickten wir nicht nur gebannt auf die Matches von Andy Murray, sondern warteten täglich auf freudige Nachrichten von der britischen Insel. Gattin Kim Sears verhinderte dann doch die überstürzten Abreise ihres Mannes aus Melbourne. Erst am 7. Februar brachte sie Tochter Sophia zur Welt. Drei Wochen nach der Geburt äußerte sich der junge Vater erstmals auführlich gegenüber „The Guardian”. Dabei erzählt er, wie sich sein Leben als Vater verändert. Zudem spricht er über eine vermeintliche mentale Blockade gegen Novak Djokovic und den Glauben an weitere Grand-Slam-Titel. Wir haben euch die spannendsten Aussagen zusammengefasst:

Andy Murray über...

... das neue Gefühl als Vater: 

„Am meisten hat mich überrascht, wie schnell sich alles ändert. Jeden Tag passiert unglaublich viel Neues. Durch den anstehenden Davis Cup kann ich nun nicht mehr so viel Zeit mit Sophia verbringen. Ich will nichts verpassen und möchte so viel mitbekommen wie möglich. Wenn ich früh das Haus verlasse und erst abends zurückkehre, fühle ich mich schlecht.”

... sein Geschick als „Neu-Vater”:

„Ich habe mich nicht so ungeschickt angestellt wie mein Bruder Jamie. Er hatte unglaublich viel Angst, dass die Kleine runterfällt (lacht). Bei mir lief es ganz gut. Allerdings wirkt Sophia so zart und zerbrechlich, dass ich in Sorge war, ihr wehzutun. Babys halten aber mehr aus, als ich dachte. Die Frauen sind da viel schneller und ruppiger. Die Windeln habe ich noch nicht gewechselt, aber nach den ersten Tagen werde ich immer selbstbewusster im Umgang mit ihr.”

... einen Schub auf dem Tennisplatz durch seine Tochter:

„Ich weiß nicht, ob es genauso gut läuft wie bei Roger und Novak durch die Vaterschaft. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie durch die Geburt ihrer Kinder besser wurden oder einfach ohnehin sehr gut sind. Grundsätzlich gehe ich weiterhin sehr motiviert in jedes Training. Läuft es mal schlecht oder verliere ich ein Match auf bittere Art und Weise, verändert sich aber schon die Bedeutung. Dennoch möchte ich, dass meine Tochter stolz auf ihren Vater sein kann. Ich hoffe, dass sich alles positiv auf meine Leistungen auswirkt, sollte das nicht so sein, geht die Welt auch nicht unter.”

... die Bedeutung von Coach Amélie Mauresmo:

„Amélie startete mit mir in einer schwierigen Zeit. Nach meiner Rücken-OP fiel ich aus den Top 10 raus, kehrte mit ihr aber wieder auf Rang zwei zurück und erreichte Grand-Slam-Finals. Ich diskutiere nun tiefgründiger über die Matches als mit früheren Coaches. Sie hat große Power-Spielerinnen, wie Serena Williams, mit variantemreichen Tennis geschlagen. Das will sie auch von mir sehen und fordert mich dazu auf, mehr ans Netz zu gehen.”

... eine mentale Blockade gegen Djokovic:

„Es kümmert mich nicht so sehr, wie viele meinen, dass ich nur eines der letzten zwölf Matches gegen Novak gewonnen habe. Schaut euch Stan (Wawrinka) an. Er verlor 13-Mal in Folge gegen ihn. Mit jedem neuen Match kann sich die Situation wieder ändern. Djokovic hat mich so oft geschlagen, weil er der bessere Spieler war. Würden wir morgen wieder das Finale in Melbourne spielen, heißt das nicht automatisch, dass er erneut gewinnt. Genauso war es nach meinem Sieg gegen ihn letztes Jahr in Montreal. Deshalb gewinne ich nicht automatisch das nächste Duell.”

... Djokovics Chancen auf den Grand-Slam-Rekord:

„Schwer zu sagen, ob er Federer überholen kann. Wenn er die Quote des letzten Jahres aufrechterhält, sind 23 Slam-Titel drin. Allerdings hat man ähnliches vor einigen Jahren auch über Nadal gedacht. Auch bei Serena Williams war zuletzt sichtbar, wie schwer es ist, Rekorde zu brechen. Der Druck steigt einfach enorm, wenn du etwas erreichen kannst, was nie zuvor jemand geschafft hat. Novak hat sicher das Potential dazu, aber es wird schwerer, je näher er dem Rekord kommt.”

... weitere eigene Titel bei den „Majors”:

„Ich weiß es nicht, ob ich weitere Grand Slams gewinnen kann. Nach dem US-Open-Sieg 2012 wusste ich das auch nicht. Dennoch glaube ich weiterhin, dass ich es kann. Ich war nah dran letztes Jahr, spielte meine besten French Open und zwang Federer dazu, in Wimbledon ein unfassbares Match abzuliefern. Ich kann definitiv weitere Slams gewinnen. Dafür muss ich aber meine Chancen nutzen, wenn sie sich bieten.”

... seine Rückkehr in den Davis Cup:

„Team-Kapitän Leon Smith musste mich nicht überreden. Ich will unbedingt spielen. Mir war nur wichtig, dass es Kim und dem Baby gut geht. Es wird extrem schwer gegen Japan mit Kei Nishikori, der zwei Einzelsiege drauf hat. Ich führe zwar 5:1 im direkten Vergleich gegen ihn, habe aber seit fünf Wochen kein Match gespielt. Zu diesem Zeitpunkt der Saison, hatte ich noch nie zuvor eine so lange Pause. Trotz allem: Ich will gut spielen und dem Team zum Sieg verhelfen.”

 

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